Es steht außer Frage, dass sowohl die Wissenschaften, als auch der geistige Kosmos der verschiedenen Glaubensgemeinschaften das Weltbild der Menschen beeinflussen, formen und nachhaltig prägen. Im Prinzip wirken Weltbilder wie eine Software, ohne die auch Computer nicht betriebsfähig wäre. Und wer die Leistungsfähigkeit seines PC erhalten, erweitern oder steigern möchte, kommt bekanntlich nicht umhin, regelmäßige Updates vorzunehmen. Analog dazu würde auch ein gelegentliches Update des Weltbildes sehr wesentlich dazu beitragen, nicht nur die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, sondern auch schlummernde Potentiale zu wecken und damit die Möglichkeiten einer Weiterentwicklung deutlich zu erweitern.

Zu den befremdlichen Einsichten der letzten Jahrzehnte gehört die Feststellung, dass das Thema Information noch nicht dort angekommen und eingeführt ist, wo es unbedingt hingehört – in das Innerste der Welt und damit sowohl in die Geisteswissenschaften, als auch in die grundlegende Physik. Nicht zuletzt haben die beiden großen Umwälzungen in der Physik, nämlich die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik mit der Information zu tun. Albert Einstein nutzte 1905 das damals beste Pendant der Information - die Entropie -, um eine neue Theorie des Lichts auf die Beine zu stellen. Und in der Quantenmechanik zeigte sich, dass Objekte erst dann bestimmt werden können, wenn Informationen mit ihnen ausgetauscht werden - Information ist das, was Informationen und damit auch das Geistige erzeugt.

WAS IST INFORMATION?

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Der Begriff INFORMATION wird von den meisten Menschen sehr unterschiedlich interpretiert und sehr häufig mit der aktuellen Digitalisierung in Verbindung gebracht. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teilaspekt, denn Information ist eine fundamentale Entität im Universum, wahrscheinlich sogar die fundamentalste überhaupt.

Um es möglichst einfach und verständlich zu erklären:

  • Jede Information ist das Ergebnis einer Zustandsveränderung, die durch Bewegung entsteht. Bewegung ist ein fundamentales Prinzip des Universums, dem ausnahmslos alle Objekte folgen - Planeten, Sterne, Galaxien, Quanten usw.

  • Bei jeder Zustandsveränderung nehmen Objekte eine neue Position im Raum ein, was bereits eine Information darstellt.

  • An allen Veränderungsprozessen sind stets Quanten beteiligt. Diesen Vorgang kann man sich vorstellen wie winzig kleine Billiardkugeln, die sich gegenseitig anstoßen und dadurch ihre Position verändern.

  • Jede Zustandsveränderung erfordert Energie. Beispiel: um einen Stein in einen See zu werfen, benötigen wir eine bestimmte Kraft bzw. Energie, die über die Muskeln im Arm in Leistung umgesetzt wird. Diese Energie sorgt dafür, dass der Stein bis zum Auftreffen auf das Wasser durch die Luft fliegt.

  • In jeder Phase, die der Stein vom Anfang bis zum Ende seines Fluges durchläuft, kommt es zu unzähligen Zusammenstößen mit Molekülen und deren Atomen, die sich in der Luft befinden = Veränderungen.

  • Diese Stoßprozesse verändern das Energie-Niveau der in den Atomen befindlichen Elektronen. Dabei werden Photonen - die kleinsten Lichtteilchen - freigesetzt.

  • Photonen sind immer mit einer bestimmten Energie ausgestattet und besitzen eine eigene Schwingung, die sogenannte elektromagnetischen Strahlung.

  • Diese Schwingungen stehen - wie die Billiardkugeln - immer in Wechselwirkung mit der Umgebung bzw. mit allen in "Reichweite" befindlichen Teilchen. Das gilt für Wasser ebenso wie für feste Körper oder Gase.

  • Alle Quanten - also die Bausteine des Universums - besitzen eine eigene Schwingung, die permanent mit anderen Quanten bzw. Atomen und Molekülen interagiert und damit Veränderungen auslöst (eine Form der Kommunikation). Jede Schwingung steht für einen energetischen Wert - das sogenannte Wirkungsquantum. Schwingung ist somit äquivalent zu Energie und Information.

  • Auch das Phänomen der Verschränkung (zwei weit voneinander entfernte Teilchen verhalten sich synchron) beweist, dass auf der Quantenebene Informationen ausgetauscht werden.

  • Information ist ein Werkzeug, das Informationen erschafft - nur durch sie entstehen alle „Baupläne“ für das, was wir Materie nennen.

FASSEN WIR NOCH EINMAL ZUSAMMEN:
Jede Schwingung ist das Ergebnis von Bewegung, die - nach Einstein - äquivalent zu Materie ist. Damit eine Bewegung entsteht, muss Energie zur Verfügung stehen. Jedes Photon (kleinstes Lichtteilchen) besitzt eine bestimmte Energie. Ein Photon schwingt immer! Das Licht bzw. die Summe der in einem Lichtstrahl enthaltenen Photonen, überträgt seine "Gesamtschwingung" in Form eines elektromagnetischen Feldes auf die Elektronen und versetzt diese in Schwingung. Die Photonen verhalten sich bei diesen Stoßprozessen wie Teilchen.

Die energetische Urquelle wurde bei der Entstehung des Universums erzeugt - sie sorgt bis heute dafür, dass allen Quanten im gesamten Kosmos genügend Energie für ihr charakteristisches Schwingungsverhalten zur Verfügung steht.

Atome wissen und behalten.
Wolfgang Ernst Pauli, Nobelpreisträger/Physik

Die Quantentheorie beweist die Existenz eines universellen Bewusstseins im Kosmos.
Eugene Paul Wigner, Nobelpreisträger/Physik

Es sieht immer mehr so aus, als ob das ganze Universum nichts anderes ist als ein einziger grandioser Gedanke.
Albert Einstein, Nobelpreisträger/Physik

Information ist das, was Energien auslösen kann.
Prof. Dr. Thomas Görnitz, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Ich glaube, die Evolution geht in Richtung des Geistes.
Pierre Teilhard de Chardin, Philosoph, Anthropologe

DIE FUNKTION DER INFORMATION IM UNIVERSUM

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Wie die kleine Zitatensammlung zeigt, gehen viele namhafte Wissenschaftler davon aus, dass alle Informationen, die seit Bestehen des Universums entstanden sind bzw. noch entstehen, auf einer Art kosmischen Festplatte gespeichert sind (der Begriff stammt von dem deutschen Physiker Hans-Peter Dürr). In eine ähnliche Richtung geht auch die Theorie des französischen Quantenphysikers Jean E. Charon. In seinem Buch Geist der Materie hat er die Theorie aufgestellt, dass Elektronen die Fähigkeit haben, Informationen speichern zu können.

Er hat darauf hingewiesen, dass Informationen keine Masse besitzen, sodass in dem unvorstellbar kleinen "Raum" des Elektrons auch unendliche Mengen an Informationen abgespeichert werden können.

HAT INFORMATION EINEN SINN?

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  • Unstreitig ist, dass sich die Komplexität des Lebens seit Beginn des Universums exponentiell erhöht hat. Dies bedeutet, dass sich in dieser Zeit auch die Menge der Informationen exponentiell vermehrt hat.

  • Die „Expansion des Kosmos“ ist eine andere Bezeichnung für das fortwährende Wachsen der Information im All. An dieser Stelle scheint sich ein zentraler Aspekt zu offenbaren, der eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Information nahelegt: Es geht mit großer Wahrscheinlichkeit darum, immer mehr neue Informationen zu produzieren und damit das kosmische "Wissen" - also das Kraftfutter für den KOSMISCHEN ALGORITHMUS - ständig zu vermehren.

  • Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass dieser kosmische "Masterplan" dem Ziel dient, die Weiterentwicklung des Lebens im gesamten Universum sicherzustellen und zwar auf allen Ebenen.