Fr 40 Prozent der Bevölkerung spielen spirituelle Themen und Meditation bereits eine Rolle im Alltag.

25 Prozent der Deutschen sehen in spiritueller Praxis die Basis fr ein gutes Leben und Weisheit. (Studie der Identity Foundation 2011)

WARUM GIBT ES 1-GOD.ORG?

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1.

Ein Glaube, der seine Glaubwürdigkeit verloren hat, wirkt wie ein Virus, der das Vertrauen zerstört. Am Ende steht Enttäuschung und Abkehr. Wir wissen, dass im Namen der Kirche seit Jahrhunderten unzählige Menschen erniedrigt, gequält, missbraucht oder getötet wurden. Noch immer sind es mehr als 2 Milliarden Menschen, die dem höchst fragwürdigen Markenkern einer Religion vertrauen, die bis heute von unethischen Bankgeschäften profitieren (s. Presseartikel) oder für andere unethische Handlungen verantwortlich ist. Sie trägt so dazu bei, dass Ungerechtigkeit, Hunger und Armut in der Welt weiter zunimmt. Doch anstatt die längst überfällige institutionelle Selbsterneuerung in Angriff zu nehmen, setzt die Kirche lediglich auf kleine kosmetische Korrekturen, was einer moralischen Konkursverschleppung gleichkommt.

2.

Dessen ungeachtet kassieren die Kirchen jedes Jahr Subventionen des deutschen Staates in Höhe von rund 17 Milliarden Euro. Es handelt sich dabei wohlgemerkt um Steuereinnahmen, die von allen Bürgern entrichtet worden sind. Hinzu kommen noch einmal mehr als zehn Milliarden Euro an Kirchensteuern. Es ist unübersehbar, dass auch durch die Verstrickung von Staat, Geld und Kirche, etwas Fundamentales in unserem Gesellschaftssystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

3.

Spiritualität ist ein menschliches Grundbedürfnis wie Essen, Trinken oder Sexualität. Das praktizieren von Spiritualität bedeutet, mit etwas in Verbindung zu kommen, das weit über das irdische Sein hinausgeht. Es ist eine Form der Kommunikation, die auf einer eigenen Schwingungsqualität beruht. Wie hier näher beschrieben, wird dabei auch Energie übertragen, die - entsprechend den neuesten Forschungsergebnissen - auch zu mehr Gesundheit und innerer Stabilität beiträgt.
Die Wurzeln der Spiritualität reichen tief in die Vergangenheit des Menschen hinein. Bei den urmenschlichen Erfahrungen, die der Homo Sapiens in den Anfangszeiten seiner Existenz gesammelt hat, ging es nicht nur um die Verbundenheit mit anderen, sondern auch um die mit der Natur und dem großen Ganzen, das weit über das eigenen Ich hinausgeht. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass sich ein spirituelles Gen entwickelt hat, das bis heute im menschlichen Organismus aktiv ist.

4

Es ist offensichtlich, dass es auch heute noch eine gewisse kulturelle Weigerung gibt, sich mit dem Thema Spiritualität und spirituellen Erfahrungen zu befassen. Insofern besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen der Ausgrenzung dieses wichtigen Lebensbereiches aus dem gesellschaftlichen Diskursraum mit dem Erstarken fundamentalistischer Randgruppen in ausnahmslos allen Glaubensgemeinschaften.

5.

Wir leben in einer Zeit zunehmender Verunsicherung. Die Ursachen dafür sind vielfältig - eine komplexer werdende Welt, der Verfall von Wertegemeinschaften oder die bedrückende Übermacht einer kapitalistischen, zu einseitig auf Erfolg und materiellen Status beruhenden Wirtschaft. Die Gesellschaft hat dem nichts entgegengesetzt, denn dass Spiritualität ein geeignetes Mittel sein könnte, diese Entwicklung in einem vertretbaren Rahmen zu halten, ist kaum bekannt.

Inzwischen sind Anzeichen für eine kulturelle Evolution sichtbar, zu der auch eine offene Wissenschaftskultur einen Beitrag leisten sollte. Das Problem ist nur, dass die Dogmatiker in der Wissenschaft genauso stark sind wie in den Kirchen.

DU BIST, WAS DU GLAUBST.

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Jeder Mensch glaubt an irgend etwas - auch der Atheist, der daran glaubt, dass es keinen Gott gibt.
Religionen geben ihren Anhängern u.a. eine moralische Orientierung vor und sie unterstützen damit auch soziale Verhaltensweisen. Das führt uns im Umkehrschluss zu der Frage, ob Menschen ohne Religion tatsächlich weniger sozial wären? Die Wissenschaft beantwortet diese Frage mit Nein, und verweist auf die "goldene Regel". Diese bezeichnet den sogenannten reziproken Altruismus. das heißt, altruistisches Verhalten zwischen Individuen sollte ausgeglichen sein – nach dem Motto "Helfe ich dir – hilfst du mir!". Diese Verhaltensdisposition scheint im Bauplan unseres Gehirns verankert zu sein und konnte inzwischen auch neurobiologisch nachgewiesen werden. Mit anderen Worten: es bedarf keiner religiöser Regeln, um Altruismus einzufordern.

In einer Studie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte der Universität Auckland konnte kürzlich ein kausaler Zusammenhang zwischen religiösen Praktiken und sozialer Ungleichheit nachgewiesen werden. Dieser Zusammenhang geht weit zurück in die Frühgeschichte der Menschheit, wo rituelle Menschenopfer üblich waren und entscheidend dazu beigetragen haben, dass die Eliten ihre Macht über die unteren sozialen Schichten festigten konnten. Sobald die sozialen Systeme dann sehr viel später etabliert waren, wurde die Praktik der Menschenopfer durch mehr formale Methoden der Kontrolle ersetzt. Es sollte zu denken geben, dass sich das Muster der Verbindung von Religion und Politik in vielen Gesellschaften bis heute gehalten hat.

Die Erkenntnisse der Psychologie zeigen, dass Bindungserfahrungen unsere Persönlichkeit maßgeblich prägen, insbesondere in den ersten Lebensjahren. Und genau darum geht es auch bei der Entwicklung der Beziehung zu einer Religion und deren Gottesbild. Angst vor „jenseitigen Strafen“ zu machen, ist - so u.a. Bischof Nikolaus Schneider - ein „Geschäft“ der Kirchen
(Spiegelinterview (43/2014). Eines von unzähligen Beispielen, mit welch perfiden Mitteln beide Amtskirchen bis heute versuchen, vor allem Kinder so früh wie möglich auf sich zu prägen um sie möglichst nachhaltig an sich zu binden. Der Bindungstheorie des berühmten britischen Psychoanalytikers und Arztes John Bowlby zufolge wird in der frühkindlichen Sozialisation bis zum Alter von vier mit dem Selbstbild auch ein spezifischer Bindungsstil generiert, der das spezifische Glaubensmuster prägt. Bis zum zehnten Lebensjahr wird dieses erworbene Vertrauensmuster bestätigt, wodurch sich im Gehirn emotionale Strukturen für das Gefühl von Zugehörigkeit ausbilden.

Die Geschichte liefert genügend Beispiele, dass der Glaube in der Lage ist, das Denken und Verhalten der Menschen maßgeblich zu beeinflussen bzw. zu steuern. Auch wenn die Kirchen zunehmend an Bedeutung verlieren, so trifft dies nicht für das Bedürfnis oder die Sehnsucht zu, mit dem kleinen Ich zum großen Ganzen in Beziehung zu treten. Was aber, wenn die wichtigste Währung des Glaubens - das Vertrauen - z.B. durch ein unethisches Verhalten der Kirche gestört wird? Wer solche Wahrheiten wider besseres Wissen ignoriert, läuft Gefahr, eigene Wertvorstellungen zu opfern und dadurch - wie Untersuchungen zeigen - seelischen Schaden zu nehmen.

DIE WOHL WICHTIGSTEN FRAGEN DES MENSCHEN…

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drehen sich um das Leben und das Sterben. Allein die Vorstellung, dass mit unserem Tod auch die unzähligen Glücksmomente und alle unsere Erinnerungen an die Höhen und Tiefen unseres Seins ein für allemal verschwinden, ist für viele so beklemmend, dass sie sich mit diesem Thema erst gar nicht näher beschäftigen. Was aber wäre, wenn es konkrete wissenschaftsbasierte Hinweise gäbe, die dafür sprechen, dass unser geistiges ICH auch nach dem Tod weiter existieren wird?